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I.

Der Mensch, ist er auch sonst nicht blöd,
verkriecht sich in Naivität,
wenn es um Leid von Tieren geht,
weil er die Wahrheit schwer erträgt.

Deshalb versteckt man Qual und Schmerz
vor ihm und lässt sein reines Herz
glauben, dass keine Pein geschieht.
Nichts ist wahr, was man nicht sieht.

II.

Verdrängung ist des Menschen Freund,
wenn er sich durch sein Leben träumt.
Er strebt nach mehr. Auch beim Verzehr.
Veränderung fällt ihm meist schwer.

Er hebt sich ab von allen Tieren
durch Mitgefühl und Menschlichkeit
und dennoch lebt er preisbewusst
in Bärchenwurstscheinwirklichkeit.

Hier gibt’s nochmal alle Gedichte der Serie ‚Der Mensch‘ zum Nachlesen…